Vom 15. bis 17. Mai 2026 fand der First IPC Field Trip in Brüssel im Hanse-Office im Herzen Europas statt. Die Studierenden des weiterbildenden Masterstudiengangs International Procurement Cooperation (IPC) trafen mit internationalen Expert:innen aus Forschung, Militär, Politik und Industrie zusammen, um tiefgreifende Einblicke in die strategischen, politischen und industriellen Herausforderungen Europas im Bereich Beschaffung, Sicherheit und Verteidigung zu gewinnen.
Anschließend begannen drei Tage mit einem intensiven Programm mit hochkarätigen Referent:innen unter anderem aus der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament, der European Defence Agency (EDA), der NATO Support and Procurement Agency (NSPA) und der Organisation for Joint Armament Cooperation (OCCAR).
Universitätspräsident Prof. Dr. Klaus Beckmann eröffnet den First IPC Field Trip to Brussels mit einem Grußwort im Hanse-Office, der gemeinsamen Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg und des Landes Schleswig-Holstein bei der Europäischen Union.
Der erste Tag begann mit den zentralen Bausteinen der europäischen Sicherheitsstrategie: der europäischen Verteidigungsindustriepolitik, der Europäischen Globalen Strategie und dem Strategischen Kompass. Ein besonderer Fokus lag auf der Spannung zwischen politischer Willensbildung und praktischer Umsetzung – einem zentralen Thema, das die Zukunft der europäischen Verteidigung prägt. Die anschließenden Diskussionen zeigten: Obwohl die Herausforderungen groß sind, ist die Bereitschaft zur Zusammenarbeit und Innovation in der europäischen Gemeinschaft deutlich spürbar.
Ein besonderes Highlight am ersten Tag war die Abendveranstaltung im Royal Military Museum – zwischen einzigartigen historischen militärischen Exponaten, einem beeindruckenden Blick über Brüssel von der Dachterrasse und belgischen Catering entstanden nicht nur neue Kontakte, sondern auch wertvolle Impulse für die kommenden Tage.
Bild 1: Ausblick über Brüssel von der Dachterrasse des Royal Military Museum/War Heritage Institute.
Bild 2: Frau Prof. Dr. Schaefer, Vizepräsidenten für Internationales an der HSU/UniBw H, spricht ein Grußwort zum Auftakt der Abendveranstaltung im Royal Military Museum/War Heritage Institute.
Am zweiten Tag stand die praktische Umsetzung europäischer Verteidigungsinitiativen im Mittelpunkt. Besonders spannend war die Auseinandersetzung mit der Finanzierung der Verteidigungsindustrie und den Mechanismen des gemeinsamen Beschaffungsprozesses. Welche Akteure sind beteiligt? Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten? Und welche Rolle spielt die EU bei der Schaffung strategischer Kapazitäten?
Bild 1: V.l.n.r.: Herr Joachim Sucker, Direktor von OCCAR-EA (Organisation for Joint Armament Cooperation), Herr Oberstleutnant Volker Bäcker (aktueller IPC-Student sowie Moderator des IPC Field Trips) und Herr Andrea Millerani, Programmmanager des Modular and Multirole Patrol Programmes (MMPC).
Bild 2: Frau Brigadegeneral Nathalie Guichard, Research, Technology and Innovation Director der European Defence Agency (EDA).
Am dritten Tag bot eine abschließende Panel Discussion zu dem Thema „International Procurement cooperation – Best Practices“ mit Vertretern aus den Bereichen Raumfahrt, Luftfahrt, Land, Marine und Cyber einen spannenden Austausch zu praktischen Erfahrungen und der Frage, was genau ‚best practices‘ im Kontext von internationalen Beschaffungsprojekten eigentlich wirklich bedeutet.
Bild 1: Herr Generalleutnant Wolfgang Wien, militärischer Vertreter von Deutschland bei der EU und NATO.
Bild 2: Podiumsdiskussion (v.l.n.r.): Herr Mark Mozer (BAAINBw), Herr João Abreu (DG DEFIS; auf Bild nicht zu sehen), Frau Lara Polster (Moderatorin, Motorenfabrik Hatz GmbH), Herr Brigadegeneral Dr. Mag. (FH) Matthias Sebera (Austrian Ministry of Defence), Herr Oberst Bernard Kestelyn (La Défense), Frau Inge Weyers (Dutch Ministry of Defence) und Herr Hauptmann Tom Fabert (aktueller IPC-Student).
Die Teilnehmenden verließen Brüssel mit einem klaren Verständnis dafür, wie wichtig interdisziplinäre, interkulturelle und internationale Zusammenarbeit ist – gerade in der komplexen Welt der öffentlichen Beschaffung und Sicherheitspolitik. Der erstmals stattgefundene IPC Field Trip bot somit ein lebendiges Forum für den Austausch, die Vernetzung und die gemeinsame Suche nach Lösungen. Die Studierenden der aktuellen IPC-Generation haben nicht nur Wissen erworben, sondern auch die Grundlagen für eine zukunftsorientierte Karriere in der internationalen Beschaffung und Sicherheitspolitik gelegt.
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